Wenn das Wasser kocht...

...wird es höchste Zeit an zu halten und dem Motor eine Pause zu gönnen, um das Schlimmste den Hitzetod zu vermeiden.

 

Mein Bentley R-Type kannte dieses Problem bislang nicht und mir kam auch nicht in den Sinn, dass ich mich schon bald mit exorbitant hohen Temperaturen auseinander setzen würde.

 

Andreas und ich starteten unsere Fahrt von Karlsruhe nach Hause, dass wir erst neun Stunden später erreichen sollten.

Für 300 Kilometer kein schlechter Schnitt, mir hat es jedenfalls gereicht.

 

Gegen 22.00 Uhr erreichten wir die Heimat. Jeder zweite Rastplatz wurde angefahren, um dem Motor eine Erholungspause zu gönnen.

Die LKW`s fuhren fast durch uns durch, da wir zeitweise nicht schneller als 30 Meilen fahren konnten.

Zu Hause fingen wir sofort an den Kühler aus zu bauen, was nach gut 90 Minuten erledigt war.

Wir spülten ihn sehr lange mit Wasser. Eine dunkelbraune Sosse kam aus dem Kühler und bei uns machte sich Hoffnung breit, da wir glaubten alle Ablagerungen heraus gespült zu haben.

Am nächsten Morgen wurde schnell wieder alles zusammen gebaut und die erste Probefahrt sollte zeigen, dass unsere nächtliche Aktion von Erfolg gekrönt war.

 

Unsere Gesichter wurden schnell lang und länger, denn die Nadel der Temperatuanzeige stieg unaufhörlich in Richtung roter Bereich und darüber hinaus.

 

Also schnell nach Hause und spülen, spülen, spülen.

Die Braunfärbung liess sichtlich nach, aber die Temperatur ging immer noch über den roten Bereich hinaus.

 

Da wir sowieso noch ein paar Sachen im Autozubehör besorgen mussten, hielten wir Ausschau nach einem Mittel, dass die Ablagerungen in Kühler und Motor löst.

 

 

Der freundliche Autozubehörverkäufer empfahl uns BAR`S NURAL.

2 Dosen in den Kühler, ca. 20 Minuten fahren und dann das ganze über Nacht einwirken lassen.

Wir wollten nicht glauben, was da für ein Dreck aus Kühler und Motor kam.

Jetzt war auch klar warum es dem Guten zu heiss unter dem Blechkleid geworden ist, die Lamellen waren zu und somit kein oder nur ein eingeschränkter Durchfluss möglich.

Wir spülten Motor und Kühler so lange bis das Wasser klar war, wenn gleich immer noch kleinere Partikel im Wasser zu sehen waren.

 

Schnell war der Kühler mit Frostschutz und Wasser aufgefüllt und die Probefahrt konnte starten.

Der Erfolg war mehr als deutlich, kein roter Bereich mehr, aber immer noch etwas zu heiss.

Also wiederholte ich heute die Prozedur.

Dieses Zeug ist unglaublich.

Jede Menge Ablagerungen wurden gelöst und somit aus Kühler und Motor verbannt.

Die erneute Probefahrt bei schwül warmen Temperaturen brachte das gewünschte Ergebnis.

Selbst längere Passagen mit einer Geschwindigkeit zwischen 70 und 80 mph liess die Anzeige 90 Grad nicht überschreiten.

 

Es war ein bisschen Arbeit, aber das Ergebnis rechtfertigt den Aufwand.

Nun kann der Sommer kommen, vor Temperaturen habe ich keiine Angst mehr.

 

Heiner