Was mit einem kleinen Loch begann...

...hatte nicht mehr viel mit einem Auto zu tun, ähnelte es doch mehr einem Schweizer Käse. Löcher soweit das Auge reicht.

Mit viel Aufwand und Akribie wurden alle Löcher aufgespürt, verschlossen bzw. durch Neuanfertigungen von Blechen instandgesetzt und somit die Karosseriearbeiten beendet. Nachdem u.a. beide "Fensterbänke" an den hinteren Ausstellfenstern "verrottet" waren war abermals viel handwerkliches Geschick gefragt, denn auch hier musste alles von Hand neu angefertigt werden - das ist eine andere Dimension als an einem Golf VI den Kotflügel auszutauschen....

Sorge bereitete uns insbesondere auch noch die Scheibenrahmen und der Bereich zu den Dachanschlüssen, denn auch hier fanden wir, unter dem teilweise fast zentimeterdicken Spachtel, üble Krater bzw. gar kein Blech mehr. Auch hier mussten wir teilweise wieder Neuteile anfertigen und einpassen bzw. Bleche instandsetzten, denn auf dem vorgefundenen Untergrund kann natürlich kein ordentlicher Lackaufbau gemacht werden.

Wer die Berichte bislang verfolgt hat wird merken, daß uns die Arbeit nicht ausgeht und wir uns über "Langeweile" bei diesem Projekt nicht sorgen müssen. Inzwischen sind mehrere Hundert Arbeitsstunden in die Restauration des Coupés geflossen. 

Damit es nun weitergehen kann fehlen eigentlich nur noch die "Hauben" die Türen und einige kleinere Blechteile, die sich noch zur Tauchbadentlackung im Saarland befinden. Sobald diese zurück sind und probehalber nochmals an die Karosse angepasst sind, ist es fertig zur Lackierung, die in den kommenden Wochen, angefangen mit den Vorarbeiten, Füllern, Verzinnen und Spachteln zu erledigen sein wird.

Die Lackiererei hat beste Referenzen, arbeitet sie schliesslich auch für das Porsche-Classic-Center und andere große "Namen" der Oldtimerszene, darunter einige bekannte Firmen in Sachen "hervorragender" Mercedes-Restaurierung.

Dank der langjährigen Bekanntschaft und Verbundenheit zu Swen hat sich der Inhaber dieses Lackierfachbetriebs bereit erklärt unser Projekt zu übernehmen und für den passenden Lackauftrag zu sorgen. Inzwischen ist auch über den Farbton entschieden, denn im Anschluß an die Lackierung wird das Coupé zusätzlich mit einem beigen Everflexdach versehen und somit stand das original Everflexmaterial "Pate" für die endgültige Lackfarbe, denn das Coupé soll schlußendlich Ton-in-Ton erstrahlen.  

Hierzu werden wir ebenfalls Bilder einstellen, aber erst noch eine Galerie die zeigt, wie die Löcher geschlossen wurden und die Scheibenrahmen teilweise erneuert und instandgesetzt wurden. Außerdem ist auf den Bildern der nun fast vollständig "nackte" Motorraum zu sehen, selbst die Verkleidung des Verdampfers der Klimaanlage hat weichen müssen. So sah es dort das letzte Mal wohl 1970 aus.